…bis in die 7. Generation im Gefängnismuseum Klapperfeld 5.3.2022 in Frankfurt / Main

Im Rahmen der Ausstellung „War mein Opa Nazi?“, die nach zwei sehr erfolgreichen Jahren im Flandernbunker / Mahnmal Kilian e.V. in Kiel nun im ehemaligen Polizeigefängnis in der Klapperfeldstraße 5 in 60313 Frankfurt am Main gezeigt wird, präsentieren die Kuratorin Anja Manleitner und Anja Kreysing ihren Kriegszeugenfilm „…bis in die siebte Generation„.

Programm Samstag, 5. März 2022

16 Uhr: Ausstellungseröffnung. „War mein Opa Nazi?“

17 Uhr „…bis in die siebte Generation“, ein performativer Film von Anja Kreysing und Anja Manleitner, Filmscreening mit live-soundtrack, anschliessend Gespräch: was ist uns vom Krieg geblieben? Eine Fragestellung mit erschreckender Aktualität angesichts des Krieges in der Ukraine.

Danach Eröffnungsfeier und *Tusch* Feier der Gründung unseres Labels Bis in die 7. Generation, Label für eine neue Erinnerungskultur http://7generation.de

weitere Infos zur Veranstaltung:

https://www.frankfurt-und-der-ns.de/de/eventdatelist/2022-03-05?mini=2022-03

…bis in die siebte Generation

Anja Kreysing (Musik und Film) und Anja Manleitner (Bilder und Texte) zeigen in  “…bis in die siebte Generation” die auch heute noch wahrnehmbaren Nuancen eines Krieges, in dem 52 Millionen Menschen ihr Leben ließen. Auswirkungen bis in die heutige Generation werden wahrnehmbar in einer einzigartigen Kombination aus Musik, Film und Erfahrungsberichten. Diese Erfahrungsberichte stammen von Menschen, die den Krieg miterlebt haben, die im Krieg geboren wurden oder die erst nach dem Krieg geboren wurden. Diese Berichte verweben sich zu einem Netz aus Geschichten, Erlebnissen und nicht deutbaren Erfahrungen, deren Ursprung nach langem schwerem Suchen in den Ereignissen des zweiten Weltkriegs zu finden sind. Vor dem Hintergrund der aktuellen weltweiten Kriege und Bürgerkriege haben diese Berichte nichts an Brisanz verloren. Stimmen aus Syrien, Afghanistan, Sudan und der Ukraine würden ähnliches berichten.

coronatimes – too busy to keep records, started filling the gap

in my blog is a gap between end of 2019 and end of 2021: so much happened, met great people, worked in fantastic projects, developed a bunch of new things – a lot of driven and founded by german cultural aid due to the pandemic situation. Thank you for all, dear people, fellows, friends, curators, organizers, artists and foundations!

If you are curious about my corona times and my current work – just visit me on instagram!

video trilogy „Die Stadt“ for ins and outs, no cube

Drei Videos / Experimentalfilme mit Soundtrack für „ins and outs“, ein Filmprojekt & Kurzfilmfestival rund um die Galerie no cube von Candia Neumann. Sie befassen sich mit ersten Wahrnehmungen und Eindrücken funktionaler Architektur der Nachkriegsmoderne in Deutschland: Raster, Überwältigung, Verstörung aber auch Wärme. 

„Seit mittlerweile acht Jahren gibt es den no cube in Münster. Es ist ein freier, nicht kommerzieller Schau- und Atelierraum für Kunst und Medien. Jedes Jahr erreichen vier bis fünf Ausstellungen und Projekte der Gegenwartskunst ein interessiertes Publikum. In Jahr 2021 hat die Stiftung Kunstfonds und NEUSTART KULTUR mit einem Stipendium für kulturvermittelnde Akteuere ein Filmprojekt in und um den no cube herum gefördert: Es entstanden kurze Kunstfilme, die Künstlerinnen und Künstler, ihre Werke, den Raum und den urbanen Umraum zum Thema nehmen. Das Filmsujet „no cube“ ist ein Minikosmos, der exemplarisch für künstlerisches Handeln in der Gegenwart steht und wie ein kreatives Biotop jenseits der großen Museen und Ausstellungshäuser existiert, stets gefährdet durch die Folgen der aktuellen Gentrifizierung.“

no cube, Achtermannstr.26, 48143 Münster, www.nocube.net, info@nocube.net

c) 2021/22

Ort ohne Absicht – a/v Konzert mit Laurenz Theinert, visual piano

Am 16. Oktober 2021 gab es ein Special zum diesjährigen Lichtkunst-Spaziergang in der Martin Luther-Kirche in Blomberg: Der Lichtkünstler Laurenz Theinert und die Musikerin und Künstlerin Anja Kreysing werden ein audiovisuelles Live-Konzert geben.

Der Fotograf und Lichtkünstler Laurenz Theinert (*1963) konzentriert sein Schaffen auf visuelle Erfahrungen, die nicht bildhaft auf etwas verweisen. Er strebt vielmehr nach einer abstrakt-reduzierten Ästhetik, die ihn – durch den Wunsch nach weiterer Entmaterialisierung – von der Fotografie schließlich zum Medium Licht führte. Er ist Live-Licht- und Medienkünstler. Seine „visual piano“ Performances werden auf der ganzen Welt gezeigt. Von Sao Paulo, London, Sydney, Berlin über New York bis Singapur. Er schafft mediale Lichträume mit 360° Panorama-Projektionen. So entstehen abstrakte, live gespielte Environments. Um spontan mit anderen beteiligten Künstler*innen (Musiker*innen und Tänzer*innen) zu interagieren hat er in Zusammenarbeit mit Philipp Rahlenbeck das weltweit einzigartige Instrument »visual piano« erfunden. Live und in Echtzeit erzeugt er damit über ein MIDI-Keyboard grafische Strukturen, die raumfüllend projiziert werden.

laurenztheinert.de

Anja Kreysing ist Klangkünstlerin und Akkordeonistin.Sie studierte Experimentalfilm und Klangkunst an der Kunstakademie Münster bei Lutz Mommartz (Meisterschülerin) und Klangkunst, Improvisation und musikalische Techniken in Seminaren und Workshops u.a. bei Nan Hoover, Christina Kubisch, Malcolm Goldstein, Johannes Bauer, Mariana Sadovska sowie Deep Listening Practitioner nach Pauline Oliveros am Rensselaer Polytechnic Institute, Troy, New York. Ihre Schwerpunkte sind Live-soundtracks für und Performance, elektroakustische environments sowie improvisierte Musik mit Akkordeon und Elektronik. Musette, Balkan-Gypsie, experimental / noise und (dark)Ambient sind ihre Wurzeln – eine mélange aus folklore imaginaire im Sinne Béla Bartóks und zeitgenössischer (elektronischer) Musik. 
Neben vielfältigen Kollaborationen im Bereich Musikperformance und improvisierter Musik im In- und Ausland gehören u.a. das deutsch-italienische Ensemble „Abrash“ u.A. mit der Querflötistin Ulrike Lentz und „this honourable fish“ zu ihren Projekten. Gemeinsam mit dem Posaunisten Helmut Buntjer kuratiert sie die Filmkonzertreihe für historische Stummfilmkunst, Videokunst und zeitgenössische Musik „Schwarz-weiss ist die bessere Farbe“.
Für ihr künstlerisch-musikalisches Schaffen erhielt Anja Kreysing Preise und Stipendien, darunter das Stipendium für eine Medienkünstlerin, MSWKS des Landes NRW (2002).
anjakreysing.de
swfilmmuenster.de

Lunge/lung – tribute to a dying townhall

„Lunge/lung“, tribute to a dying townhall 
for Pixel, Pen and Tape – #underconstructions tribute to Ahlen // exhibition @ Kunstverein Ahlen 2020

air condition and energy supply of buildings as a organic process // architectonical structures as organisms, a reference and development of my work „audio architect

Review Ruppe Koselleck:
kunstvereinahlen.blogspot.com/2020/02/lungs-of-townhall

c) 2020 Anja Kreysing
anjakreysing.de

Celan-Projekt im Flandernbunker, Kiel, 9.11.2019

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Samstag, 9.11.2019, 17 – 21 Uhr Flandernbunker, Kiel

„Lait Noir Du Matin“ – ein elektro-akustisches environment über die Todesfuge von Paul Celan
Anja Kreysing und Helmut Buntjer (this honourable fish) realisieren live im Flandernbunker an der Kiellinie eine Performance zu Paul Celans Todesfuge.
Gemeinsam mit dem niederländischen Klangkünstler Max Kuiper lassen sie eine subtile Klangwelt entstehen, die den gesamten begehbaren Innenraum des Bunkers erfüllt. Mit Hilfe alter Radios, an verschiedenen Stellen im Bunker sichtbar und unsichtbar platziert, werden je nach Standpunkt der Besucher*innen Geräusche, Musik und Fragmente der Todesfuge erlebbar.
An zentraler Stelle im Bunker wird das Ensemble „this honourable fish“ den Soundtrack dazu erschaffen. Posaune und Akkordeon bieten hier die Basis. Die Instrumente werden auf vielfältige Weise elektronisch verändert und moduliert, es entstehen suggestive Klangbilder, der Klang wird spürbar.
Der gesamte Bunker wird so zu einer begehbaren Klangskulptur, die dem erschütternden Meisterwerk Celans einen angemessenen Rahmen gibt und die auch dem Denkort Bunker in seiner wirklichen Bedeutung als Mahnmal gerecht wird.
Der Lyrik Celans will diese Performance nichts entgegenstellen, sondern vielmehr ihre Kraft verstärken und letztlich die teilnehmenden Menschen in ihrer Seele erreichen.
Die Erschütterung, die Paul Celan beim Verfassen seines Werkes gespürt haben muss, soll für das Publikum sinnhaft erfahrbar werden.

Hinweis: Die Performance dauert vier Stunden. In diesem Zeitraum kann man jederzeit kommen und gehen.

Von und mit:
Anja Kreysing – Akkordeon, Elektronic, Stimme
Helmut Buntjer – Posaune, Elektronik, Stimme
Max Kuiper (NL) – Radios, Transmitter, Recordings

Der Flandernbunker – Mahnmal Kilian, e.V.
Kiellinie 249, 24106 Kiel
Gefördert vom Der Landesbeauftragte für politische Bildung Schleswig-Holstein

im Rahmen der Ausstellung „War mein Opa Nazi?“

Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Flandernbunker, Mahnmal Kilian e. V., durchgeführt.
Eintritt frei

„Lait Noir Du Matin“ als Kammermusik, „Lange Nacht“ der GNM Münster, 28.9.2019

„Lait Noir Du Matin“ in kammermusikalischer Version, Uraufführung!

28.9.2019, 22 Uhr, Lange Nacht der GNM-Münster.
This honourable fish mit einer kammermusikalischen Version unseres Celan-Projektes über die Todesfuge mit Stimme, Posaune / Elektronik & Akkordeon / Elektronik sowie soundscapes von Max Kuiper!

Westfälische Schule für Musik, Himmelreichallee 50, Münster

Eintritt frei.

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Pressebericht Celan-Projekt im Lazarettbunker 17.5.2019

Münster

 Zu schön, um wahr zu sein, kann Vorwurf werden. Darf ein Gedicht schön sein, wenn es die unfassbar einzigartige Grausamkeit von Menschen behandelt? Und kann es dann noch wahr sein? Paul Celan war diesem Vorwurf ausgesetzt, hat ihn ausgehalten müssen. Der Präsentation seiner „Todesfuge“ im Lazarettbunker kann man diesen Vorwurf schwerlich machen – zu weit entfernt von rotweingeschwängerten Wohnzimmern, cellodurchwirkten Gedenksälen oder stickigen Schulklassen: Ein Bunker ist ein historisch authentischer Ort von Todesangst und Ohnmacht. Und von Krieg.

Ein passender Ort für Celans Meisterwerk, das vielen nach Adornos als Verdikt verstandene Urteil, „nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, ist barbarisch“, als unpassend erschien. Anja Kreysing und Helmut Buntjer („This honourable fish“), verstärkt durch den Niederländer Max Kuiper, schufen mit ihrem „Lait Noir Du Matin“ ein elektroakustisches Environment, das mal Klang-Teppich, mal Spot war.

In den zum Fürchten dunklen Räume pulsierten Geräusche, die den teuflischen Ton der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschine aufriefen: kreischend quietschende Züge, metallisches Schaben, dumpfes Dröhnen. Als wollte das Akkordeon dieser hörbaren industriellen Tötungshölle so etwas wie Musik geben, erklangen mal marschig Akkorde, mal kleine Melodien – wie ein Verklingen von Kultur oder ein Aufhoffen.

Wer die „Todesfuge“ im Bunker erlebt hat (und es waren verblüffend viele), konnte erleben, dass Celans unversöhnliche Verse eine höchst konkret schmerzende Mahnung und kein idealisierend verklärendes Poem von Anmut und Würde sind.

Von Gerhard H. Kock / Foto: Gerhard H. Kock

Sonntag, 19.05.2019, 17:14 Uhr

https://www.wn.de/Muenster/Kultur/3784202-Todesfuge-von-Paul-Celan-im-Lazarettbunker-Schoene-Verse-schmerzende-Mahnung

POETRY2019 – Celan-Projekt, this honourable fish mit Max Kuiper, 17.5.2019, Lazarettbunker, Münster

FR 17.Mai AB 17.30 bis 22 Uhr
| Bunker an der Lazarettstraße, Münster
this honourable fish & Max Kuiper präsentieren:
„Lait Noir Du Matin“ – ein elektroakustisches Environment
über die Todesfuge von Paul Celan

Anja Kreysing und Helmut Buntjer (this honourable fish) realisieren live im Bunker an der Lazarettstraße im Kreuzviertel Münsters eine Performance zu Paul Celans Todesfuge: „Lait Noir Du Matin“ Gemeinsam mit dem niederländischen Klangkünstler Max Kuiper lassen sie eine subtile Klangwelt entstehen, die den gesamten begehbaren Innenraum des Bunkers erfüllt. Mit Hilfe alter Radios, an verschiedenen Stellen im Bunker sichtbar und unsichtbar platziert, werden je nach Standpunkt der Besucherinnen und Besucher Geräusche, Musik und Fragmente der Todesfuge erlebbar. An zentraler Stelle im Bunker wird das Ensemble this honourable fish den Soundtrack dazu erschaffen. Posaune und Akkordeon bieten hier die Basis. Die Instrumente werden auf vielfältige Weise elektronisch verändert und moduliert, es entstehen suggestive Klangbilder, der Klang wird spürbar.
Der gesamte Bunker wird so zu einer begehbaren Klangskulptur, die dem erschütternden Meisterwerk Celans einen angemessenen Rahmen gibt und die auch dem Denkmal Bunker in seiner wirklichen Bedeutung als Mahnmal gerecht wird.
Der Lyrik Celans will diese Performance nichts entgegenstellen, sondern vielmehr ihre Kraft verstärken und letztlich die teilneh- menden Menschen in ihrer Seele erreichen.
Die Erschütterung, die Paul Celan beim Verfassen seines Werkes gespürt haben muss, soll für das Publikum sinnhaft erfahrbar werden. Ein Besuch ist zwischen 17.30 und 22.00 Uhr möglich.

Von und mit:
Anja Kreysing | Akkordeon, Elektronik, Stimme
Helmut Buntjer | Posaune, Elektronik, Stimme
Max Kuiper (NL) | Radios, Transmitter, Recordings

Eintritt frei, Verweilzeit nach Belieben – das ist kein Konzert sondern eine live bespielte Klanginstallation / Dauerperformance!

Im Rahmen von Poetry2019, dem Rahmenprogramm zum Internationalen Lyrikertreffen Münster
https://www.stadt-muenster.de/kulturamt/poetry.html
Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Münster.

Rezension in der WN von Gerd Kock: https://www.wn.de/Muenster/Kultur/3784202-Todesfuge-von-Paul-Celan-im-Lazarettbunker-Schoene-Verse-schmerzende-Mahnung

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Metropolis Event, 26.3.2019, Landeshaus, Münster

Dienstag, 26.3.2019 19.00 Uhr, Bürgerhalle LWL Landeshaus Münster
Metropolis (Fritz Lang, D, 1927)
Livesoundtrack mit This honourable fish
Einführung: Prof. Dr. Malte Thießen (Historiker, Münster),
Anja Kreysing / Helmut Buntjer (Schwarz weiss ist die bessere Farbe)

In Kooperation des Filmkonzertlabels Schwarz weiss ist die bessere Farbe mit dem LWL Medienzentrum entsteht rund um den Stummfilmklassiker Metropolis von Fritz Lang ein aussergewöhnliches Event, welches mit Mehrfachprojektionen in die bemerkenswerte Bogenarchitektur der Bürgerhalle im Landeshaus die cineastische Darbietung zu einer audiovisuellen Installation im Sinne eines expanded cinema mit einem klanggewaltigen elektro- akustischen surround-live-soundtrack des Duos this honourable fish erweitert. (Akkordeon / Elektronik // Posaune / Elektronik // ZippZapp)
Die Zuschauer sind eingeladen, aus wechselnden Positionen das Geschehen zu verfolgen und dabei tief in die Synthese zwischen Bild und Ton einzutauchen.
Mit Snacks und Getränken für das allgemeine Wohlbefinden gesorgt.

Eintritt frei, Spenden erwünscht!

Landeshaus Münster
Freiherr-vom-Stein Platz 1, 48147 Münster

Im Rahmen der Reihe „Drehbuch Geschichte 2019“ – Moderne Zeiten? Vier Filmforen über die Weimarer Republik
Villa Ten Hompel / LWL Medienzentrum.

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