Anja Kreysing ist Klang- und Medienkünstlerin / Post-Cinematic Composer.
In ihrer Arbeit verbindet sie Expanded Cinema, post-kinematografische Komposition und Live-Soundtracks mit Akkordeon und Elektronik. Ihre experimentellen Videos und elektroakustischen Echtzeit-Partituren oszillieren zwischen Abstraktion und Narration. Anja setzt ihr computerisiertes Akkordeon als atmende Schnittstelle zwischen Tradition und Transformation im Sinne einer zeitgenössischen Kinoorgel für mächtige Klangwände und immersive Soundscapes ein.
Ihre Kompositionen untersuchen Landschaften und Architekturen als klangliche Mikrogeografien, in denen Wahrnehmung zur zentralen dramaturgischen Instanz wird. In ihren Echtzeit-Arbeiten verdichten sich Klang, Bild und körperliche Geste zu fluiden Wahrnehmungsräumen, in denen sich das Hören als filmischer Prozess entfaltet.
Gemeinsam mit Helmut Buntjer kuratiert Anja das Label schwarz-weiss ist die bessere farbe, das sich dem performativen Expanded Cinema widmet. Als zertifizierte Deep Listening®-Practitioner (in der Tradition von Pauline Oliveros) arbeitet sie zudem in interdisziplinären und medienübergreifenden Kontexten, in denen sie das Feld des cinematic listening kontinuierlich erweitert. Sie zeigt ihre Arbeiten international auf Festivals und in Institutionen. Für ihr künstlerisch-musikalisches Schaffen erhielt Anja Kreysing Preise und Stipendien, darunter das Stipendium für eine Medienkünstlerin, MSWKS des Landes NRW.
Ausbildung:
- Meisterschülerin des deutschen Fluxus-Filmers Lutz Mommartz / Filmklasse Kunstakademie Münster, Akademiebrief
- Weitere Studien bei Nan Hoover, Christina Kubisch, Malcolm Goldstein
- Certified Deep Listening practitioner nach Pauline Oliveros
